Was bedeutet „mit angeklebten Ballon“? Könnte der sich eventuell ablösen?
Admin:
Sehr geehrte Frau G.,
vielen Dank für Anfrage bezüglich des Produktes Visi-esoft Silikonkatheter. Gern möchten wir Ihnen die Frage beantworten.
Die Hersteller von Ballonkathetern haben als "Ausgangsmaterial" nur ein spezielles Schlauchmaterial. Ohne einen Ballon als Widerlager würde der Katheter (Schlauch) in der Blase nicht halten und sofort wieder heraus rutschen. Der Ballon wird dazu in der Blase mit einer Flüssigkeit gefüllt, über das Ventil am Ende des Katheters, bis der Durchmesser des Ballons größer ist, als der Kanal wodurch der Katheter gelegt wurde (Harnröhre, Bauchdecke oder Niere).
Bei den meisten Kathetern wird der Ballon auf den Schlauch tatsächlich bloß aufgeklebt, weil das billiger ist. Häufig wird das dann als "aufgesetzter Ballon" bezeichnet. Dabei wird aber kein Kleber im herkömmlichen Sinn verwendet. Sowohl der Katheter als auch der Ballon bestehen aus Kunststoff (z.B. Silikon). Die Verbindung zwischen dem Schlauch und dem Ballon geschieht in der Herstellung mit Hitze (thermisch). Diese Verbindung kann nur mit massiver Gewalt wieder getrennt werden. Ein "Ablösen" des Ballons vom Katheter ist daher unter normalen Umständen nicht möglich.
Ein aufgesetzter Ballon erhöht an der Stelle den Außendurchmesser des Katheters genau um die Stärke der Ballonwandung. Bei dem Visi-esoft Silikonkatheter ist der so entstehende Übergang qualitativ hochwertig ausgearbeitet. Damit wird das Verletzungsrisiko bei der Anlage des Katheters minimiert.
Bei allen Ballonkathetern kann ein Defekt des Ballons (Ballonruptur) durch äußere Einwirkung dennoch stattfinden. Dazu reichen kleine scharfkantige Bestandteile im Urin wie z.B. Blasengries. Der Ballon wird zerschnitten und entleert sich. In dem Fall hilft nur der Austausch, weil der Katheter in der Blase nicht mehr hält.
Wir hoffen, mit unserer Erklärung Ihre Bedenken beseitigt zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von Katheterladen.de